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logo donatella chiancone-schneider png Projekt von Donatella Chiancone-Schneider

Visionen aus dem Jahr 1968: Künstlerinnen, Eat-Art, Plattencover und Replikanten

Logo Visionen aus dem Jahr 1968

Internationale Vortragstournee


 Niki, Yoko und die anderen  Künstlerinnen um 1968
Link: Projekt zur Geschichte der Künstlerinnen

 Daniel Spoerri und die Eat-Art  Das Auge isst mit
Link: Projekt zu den Lebensmittel in der Kunst

 Von pop bis psychedelisch  Künstlerische LP-Cover um 1968

 Träumen Androiden von elektrischen Schafen?  Die Buchvorlage von Blade Runner wird 50
Link: doppeltes Projekt zu Blade Runner

Details über alle Themen unten auf dieser Seite

Terminübersicht 2018-2019

 12.03.2018 Aalen  Volkshochschule •  14.03.2018 Offenburg  Volkshochschule •  22.03.2018 Nürtingen  Volkshochschule •  26.05.2018 Hannover  Bildungsverein •  11.06.2018 Detmold  Augustinum •  12.07.2018 Köln  Volkshochschule (Teil 1) •  07.09.2018 Köln  Volkshochschule (Teil 2) •  11.10.2018 Köln  Volkshochschule •  24.10.2018 Avellino (IT)  Italienisch-Britische Kulturgesellschaft •  06.11.2018 Gießen  Volkshochschule •  15.11.2018 Köln  Volkshochschule •  05.12.2018 Gütersloh  Volkshochschule •  08.12.2018 Potsdam  Kino Thalia •  09.12.2018 Berlin  Union Kino •  10.12.2018 Görlitz  Volkshochschule •  13.12.2018 Köln  Volkshochschule •  30.01.2019 Heilbronn  Volkshochschule •  07.02.2019 Köln  MAKK •  26.02.2019 Freiburg im Breisgau Centre Culturel Français •  27.03.2019 Erftstadt  Volkshochschule •  19.9.2019 Köln  Volkshochschule •  17.11.2019 Neuss  Volkshochschule •  20.11.2019 Brühl  Zoom Kino •  28.11.2019 Marl  Volkshochschule

Details über die Einzelthemen

Niki de Saint Phalle: Skulptur

Niki, Yoko und die anderen Künstlerinnen um 1968

In den 1960-1970er Jahren erweitert sich das Spektrum der bekannten Künstlerinnen aus zwei Gründen: Zum Einen entdeckt die feministische Forschung zahlreiche, vergessene Malerinnen und Bildhauerinnen der Vergangenheit wieder, zum Anderen schaffen es engagierte Persönlichkeiten wie Niki de Saint Phalle, Yoko Ono und Valie Export durch ihre Arbeit sich selbst auf der Kunstszene durchzusetzen und dadurch auch die Kolleginnen nachhaltig sichtbarer zu machen. Der Vortrag präsentiert einige herausragende Profile und typische Tendenzen um das Jahr 1968, setzt diese im Kontext der Geschichte weiblicher Kunst (diesseits und jenseits der Frauenbewegung) und bietet einen Ausblick über die heutige Position von Künstlerinnen in der kollektiven Wahrnehmung sowie im Bezug auf eine Karriere im künstlerischen Bereich.

Das Auge isst mit 1968, Geburtsstunde der Eat-Art

Am Anfang war die Imitation von Lebensmitteln in Malerei und Bildhauerei, dann wurden Esswaren direkt zu Rohstoff für verzehrbare Kunst oder solche, die den Verfall thematisierte. Zentrale Figur dieses Übergangs der Kost von oft symbolisch gemeintem Abbild zum konkret verwendeten Material ist Daniel Spoerri: 1968 gründete der Maler die Eat-Art-Edition und eröffnete das Restaurant der Sieben Sinne sowie kurze Zeit später die Eat-Art-Galerie. Nachdem er die in seinem Lokal angebotenen Gerichte selbst zubereitet und erste Skulpturen aus Nahrungsmitteln realisiert hatte, erfand Spoerri die sogenannten Fallenbilder: Er fixierte nach Mahlzeiten Geschirr und Essensreste an die Tafeln und hing diese wie Gemälde an die Wand. Diese und weitere Tendenzen der Ess-Kunst werden illustriert und gerne anschließend besprochen.

 Von Pop bis Psychedelisch Künstlerische LP-Cover um 1968

Mit der Blumenrevolution weht ein neuer Wind, der neben dem Klang auch das Aussehen der Musik verwandelt. Um 1968 entstehen die ersten künstlerisch gestalteten Schallplattencover, welche oft die visuelle Seite von anspruchsvollen Konzeptalben sind. Andy Warhol u.a. große Namen der Pop Art tragen mit eigenen, nicht selten aufsehen erregenden Kreationen dazu bei, dass neben den Liedern auch die Tonträger selbst und deren Verpackung zu Kultobjekten werden. Die ästhetische Sprengkraft und die kommerzielle Attraktivität der so vermarkteten Vinylplatten wird enorm gesteigert und eröffnet eine nachhaltige Phase des Hüllendesigns sowie der Sammelleidenschaft. Die Präsentation illustriert dieses Phänomen anhand herausragender Beispiele u.a. von den Beatles, Velvet Underground, Jimi Hendrix, Rolling Stones und Pink Floyd.

 Träumen Androiden von elektrischen Schafen? Die Buchvorlage des Films Blade Runner wird 50

Nuklearer Krieg, Umweltkatastrophe, Abhängigkeit von der Technik und Entfremdung unter den Menschen: So stellte sich Science-Fiction-Autor Philip K. Dick im Jahr 1968 die Welt um die Jahrtausendwende vor. Seine düstere Vision unserer Zukunft inspirierte Regisseur Ridley Scott zu einem Film, dessen Bekanntheit und Beliebtheit die der literarischen Vorlage weit übertreffen sollte. Die Präsentation illustriert die Grundideen des Romans und vergleicht diesen mit der Kult-Verfilmung von 1982. Der Stoff rund um unmenschliche Erdlingen und menschliche Androiden bietet Raum für Diskussionen u.a. über die Aktualität des Buchs und die parallel entwickelten Szenarien wie die ebenso 1968 als Film und Buch erschienene 2001 Odyssee im Weltraum.