Workshops von Donatella Chiancone-Schneider
Workshops von Donatella Chiancone-Schneider

• KunstGespräch: Ihr Lieblingswerk
• Das Bild des Monats: zwischen Alltag und Kunst
• Ästhetik der Wahlplakate – mal kunsthistorisch betrachtet
• KünstlerBlick – Impuls, Gespräch, Spielwiese
• Commons oder nicht Commons? Best-Practice-Schulung
• Bildungsurlaub: Bewusster im Umgang mit Bildern
(Traduzione in italiano: a breve)
Wir besprechen Kunstwerke, die Ihnen etwas bedeuten, und zwar in Gespräch miteinander von verschiedenen Sichtweisen. Sie bringen auf Wunsch die digitale Reproduktion von einem Gemälde, einer Grafik oder Statuette, die sie zu Hause haben, oder von ihrem Lieblingswerk aus dem öffentlichen Raum ihrer Heimatstadt, aber auch die Zeichnung Ihres Enkels oder ein für Sie besonders ansprechendes Foto, oder schauen zu, welche Bilder die anderen teilen. Es geht nicht darum, den Wert von Erbstücken zu bestimmen, sondern darum, ausgehend von einem konkreten Beispiel uns darüber auszutauschen, was wir in dem Zusammenhang verbinden: Kunsthistorisches, Historisches, Kulturelles, Sentimentales, um schließlich allgemeinere Fragen zum Wesen und zur Funktion der Kunst anzureissen. Die Dozentin bringt ihr kunsthistorisches Wissen (mit Schwerpunkt italienische Malerei und Bildhauerei der Renaissance und moderne Kunst des frühen 20. Jh.) mit und moderiert das Treffen. Bitte teilen Sie bereits bei der Anmeldung mit, ob Sie ein eigenes Bild besprechen möchten, damit besser geplant werden kann.
Ein spektakuläres Pressefoto, ein ansprechendes Werbemotiv, ein ikonisches Albumcover, ein gelungenes Bewerbungsportrait, sogar ein gut komponiertes Film- oder Wahlplakat… Der Alltag bietet zahlreiche Bilder, die es verdient haben, genauer betrachtet zu werden. Warum sie so schön sind oder anziehend wirken, können wir versuchen im Gespräch miteinander und mit Vergleichsbildern zu erklären: Dabei können wir uns einerseits negativer Beispiele aus demselben Bereich, andererseits geeigneter Vorlagen aus der Kunstgeschichte bedienen. Die Referentin bringt ein Bild, das als Ausgangspunkt für diese Betrachtungen dient, und passende Vergleichsbeispiele mit, gerne können die Teilnehmenden ein weiteres Motiv mit der Gruppe teilen und/oder sich an der Besprechung aktiv beteiligen. Eventuelle Bilder müssten bitte digital vorliegen, damit sie von allen am Besten visualisiert werden können; halten Sie diese bitte direkt im Gerät bereit, mit dem Sie sich am Tag der Online-Veranstaltung verbinden werden.
Wie bei der übrigen Werbung besteht auch die Gestaltung von Wahlplakaten aus Bild und Text. Dabei greift die optische Inszenierung der Kandidaten auf Traditionen zurück, die neben der Fotografie auch in der Malerei bekannt sind: Portrait, Stilleben, Landschaft, Genreszene... Lassen Sie uns die Bildsprache von Wahlplakaten anders betrachten und bringen Sie gerne ein Beispiel mit, über das Sie sich austauschen möchten.
Impuls • Gespräch • Spielwiese
In diesem neuen Format geht es darum, den eigenen Blick zu schulen, indem mehr Aufmerksamkeit auf den Ausschnitt und die Komposition eines selbst gewählten Motivs gerichtet wird. Mit Hilfe eines leeren Bilderrahmens oder Papierblatts schärfen wir spielerisch unser Auge und lernen nebenbei Wissenswertes über die Kunstgeschichte. Vielleicht verändert sich dadurch sogar unser Zugang zur Fotografie! Zunächst stimmt die Gruppe von einer begrenzten Auswahl für die Art von Bild, womit sie sich an diesem Termin beschäftigen möchte, dazu gibt die promovierte Kunsthistorikerin Donatella Chiancone-Schneider zur Orientierung etwas allgemeines Hintergrundwissen. Dann können die Teilnehmenden drei mögliche Rollen übernehmen: reine Zuschauer, Modelle für Bilder mit Menschen oder aktive Maler/Fotografen – natürlich mit der Option sich dabei abzuwechseln. Zur Bildfindung werden solche Hilfsmittel wie leere Bilderrahmen, Smartphones oder Zeichenblöcke genommen, je nach Präferenz der TN. Nach erfolgter Bildfindung können die entstandenen Bilder auf Wunsch gemeinsam betrachtet und von der Moderatorin aufgrund der vorhandenen Stilrichtung kunsthistorisch einordnet werden. Wer bei der Bildsuche aktiv werden möchte, kann einen (gerne kleinen) Bilderrahmen oder Zeichenmaterial (Papier und Stifte) mitbringen, ein Smartphone kann als digitaler Rahmen ebenfalls genügen.
Manche Illustrationen aus dem Bereich der Kunst werden von Dritten oft mit Public Domain angegeben, obwohl die entsprechenden Reproduktionen bei den jeweiligen Museen und sonstigen Sammlungen noch unter Copyright stehen: Dies kann passieren, wenn die eingesetzten Bilddateien von unsicheren bis dubiosen Quellen im Internet stammen.
Die Referentin ist Kunsthistorikerin und aus wissenschaftlicher Routine daran gewöhnt, den korrektesten Weg zum gewünschten Motiv zu suchen und das Kleingedruckte systematisch durchzulesen. Ihre praktischen Erfahrungen und gesicherten Wege zur legal einwandfreien Beschaffung von kostenlos freigegebenen Motiven teilt sie mit Kollegen aus allen Disziplinen, da sich die Frage der Bildrechte und -lizenzen auch auf andere Bereiche als die Kunst übertragen lässt.
Dieser Bildungsurlaub an der Schnittstelle von Kunst und Politik ist dazu konzipiert, auf unterhaltsame und anregende Weise das Verständnis für ästhetische und gesellschaftliche Zusammenhänge rund um die Bildsprache zu fördern und die Beherrschung deren Mittel zu erhöhen. Damit soll mehr Kontrolle erlangt und die entsprechende Handlungskompetenz im Beruf und Alltag verbessert werden. Ziel ist es, eine Art „unsichtbare Brille“ zu entwickeln, die man mühelos durch das Leben tragen kann, um einen tieferen Einblick in beide Seiten der Bildproduktion bekommen und kritischer im Umgang mit fremden und eigenen Bildern werden zu können. Mit einer Mischung von reich illustrierten Präsentationen, aktivierenden Workshops und abwechslungsreichen Rollespielen wird es eine kurzweilige Weiterbildung, welche die persönlichen Horizonte nachhaltig erweitert und deren weit reichenden Erkenntnisse durch den starken Alltagsbezug ab sofort im wahren Leben integriert werden können. Darüber hinaus werden weiter gehende Inhalte der Kunstgeschichte anhand von konkreten Fällen einfach erläutert und vertieft, wobei besondere Interessen der Anwesenden berücksichtigt werden.